Thomas Roth beim Mitgliederforum

"Mr. Tagesthemen" begeistert 600 Mitglieder im Erwin Hymer Museum

Thomas Roth beim Mitgliederforum in Bad Waldsee.

Bad Waldsee – Am Dienstagabend waren 600 Mitglieder der Leutkircher Bank eG zum Mitgliederforum ins Erwin Hymer Museum gekommen und ließen sich von „Mr. Tagesthemen“, Thomas Roth, mit hochspannenden News aus erster Hand informieren. Die Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber nutzte zugleich den Abend um für die bevorstehende Fusion der Leutkircher Bank eG mit der Volksbank Allgäu-West eG zur Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG zu werben.

Der 65-jährige und aus Heilbronn stammende Thomas Roth war von 2013 bis 2016 Moderator der Tagesthemen, des „Nachrichtenflaggschiffs“ der ARD. Zuvor leitete er fünf Jahre lang das ARD-Studio in New York. Den deutschen Fernsehzuschauern ist er aber ganz besonders als Moskau-Korrespondent in Erinnerung - mit Unterbrechungen war er über neun Jahre für die ARD in Moskau tätig und leitete als Chefredakteur 5 Jahre das ARD Hauptstadtstudio.

Roth referierte in seinem Vortrag über das Thema „Gefährliche Zeitwende? Europas Krisen, die USA und der Aufstieg des Populismus“. Frankreich, Trump, Europa, der Nahe Osten und die Werte unserer Demokratie waren für Roth die zentralen Punkte.

Einem Journalisten mit jahrzehntelanger Erfahrung, wie Thomas Roth einer ist, dem kann man so leicht nichts vormachen. So erzählte er über eine schon jahrelang zurückliegende Erfahrung, die er mit Donald Trump verbindet. Als Journalist in New York tätig, lief er regelmäßig auch am Trump Tower vorbei und der sollte nach Aussage Donald Trumps genau 68 Stockwerke haben. Nach genauer Recherche stellte sich aber heraus, dass der Trump Tower tatsächlich nur 58 Stockwerke hat. Dazu Roth, so etwas ist und bleibt dann einfach eine Lüge.

Er appellierte eindringlich an die anwesenden Zuschauer, doch jetzt aufzuwachen und aufmerksam zu sein, da die Populisten uns ihre rückwärts gewandten Visionen verkaufen wollen. Auch müssten wir uns „wieder erinnern“, diese Aussage bezog er vor allem auf die Europäische Union, die uns nach dem Zweiten Weltkrieg jahrzehntelangen Frieden in Europa beschert hätte, dies dürfe man niemals vergessen.

Als einen Fehler der EU nannte er, dass diese sich zu sehr nur um den ökonomischen Fortschritt gekümmert habe, dies könne aber korrigiert werden. Abschließend brach er noch eine Lanze für die Demokratie und die damit verbundene Vielfalt, dies sei etwas ganz Tolles und das gelte es zu beschützen.

(Text: Oliver Hofmann, Bildschirmzeitung)