Augsburger Domknaben begeistern bei Leutkircher Bank - Forum

Rund 500 Mitglieder im Kurhaus Bad Wurzach

Die Augsburger Domsingknaben begeistern beim Mitgliederforum in Bad Wurzach.

Bad Wurzach/Leutkirch - Es war ein denkwürdiger Abend im Kursaal: Eine bestens gelaunte Rosemarie Miller-Weber, Vorstandsvorsitzende der Leutkircher Bank berichtete in ihrem letzten Rechenschaftsbericht von glänzenden Zahlen für das Jubiläumsjahr 2016 und die Augsburger Domknaben brachten mit ihren engelsgleichen Stimmen eine neue Dimensionen von Chorgesang in den Kursaal.

Rund 500 Miteigentümer der Genossenschaftsbank waren in den Kursaal in Bad Wurzach gekommen. Zum einen, um sich über das vergangene Geschäftsjahr zu informieren und vielleicht auch ein wenig aus Neugierde, denn es war definitiv das letzte Bankforum der Leutkircher Bank, das Rosemarie Miller Weber als Vorstandssprecherin leitete. Zum anderen aber sicher auch um den Gesang der jungen Stargäste zu genießen.

In ihrem Bericht ging Miller-Weber auf das im Jahr des 150jährigen Jubiläums der Bank Geleistete ein. Die Leutkircher Bank war weiter gewachsen, sowohl was die Zahl der Mitglieder als auch an Kreditvolumen. „Ihrer Bank geht es gut,“ verkündete sie als die Hauptbotschaft, auch wenn eine gute Rendite schwierig geworden sei.

Sie bat die anwesenden Mitglieder eindringlich, sich beraten zu lassen. Denn bei der derzeitigen Konstellation, Nullzins und eine Inflationsrate von 2,0 % würde das Vermögen der Kunden schrumpfen wenn nichts getan werde. Dagegen getan hatte die Bank etwas: Mit der Einweihung der beiden Hauptstellen in Bad Waldsee und Bad Wurzach, sodass dort jetzt alle Beratungsleistungen angeboten werden können.

Beim Blick in die Zukunft warb sie besonders für die VR-Banking App, mit der man seine gesamte Bankgeschäfte erledigen könne. Und natürlich wurde auch von Miller-Weber wieder die Verschmelzung von Leutkircher, Bad Waldseer und Bad Wurzacher Bank mit der Volksbank Allgäu -West zur Volksbank Allgäu Oberschwaben, die, wenn die Mitgliederversammlungen beider Geldhäuser zustimmen, im kommenden Monat , quasi als Abschiedsgeschenk für die scheidende Vorstandsvorsitzende und den langjährigen Aufsichtsrat Josef Merk über die Bühne gehen wird. Beide verabschiedeten sich am Ende des offiziellen Teiles mit bewegenden Worten von den Miteigentümern der Bank, deren Geschicke sie seit vielen Jahre mitbestimmt hatten.

Reinhard Kammler, Domkapellmeister und Begründer der Augsburger Domsingknaben führte souverän durch das Programm, das die 27 Knaben, im Saal, vor und auf der Bühne präsentierten. Natürlich waren die Domsingknaben nur mit dem Knabenchor angetreten, insgesamt hat der Chor nämlich eine Mitgliederstärke von 350 Sängern, erklärte der Chorleiter zwischen den einzelnen Stücken. „Die Jungs leben daheim bei ihren Familien und gehen in alle Arten von Schulen in Augsburg“, gab er ein wenig einen Blick hinter die Kulissen des Chores.

Musikalisch besitzt der Chor eine enorme Bandbreite. Neben ihrem Kernauftrag, der geistlichen Musik, an diesem Abend vertreten durch mehrere Stück von Johann Sebastian Bach, umfasst ihr Repertoire auch Partien aus Opern, etwa aus Mozarts Zauberflöte oder dem musikalischen Märchen „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Die Fantasie der Zuhörer besonders gefordert war an diesem Abend bei den Frühlingsliedern von Mozart, Schumann und Haydn. Während im Kursaal die Domsingknaben etwa vom „Frühlingsanfang“ sangen, legte die Natur draußen gerade ihr schönstes Winterkleid an, das eher zur Vorweihnachtszeit gepasst hätte.

Aber um erst gar keine trübe Herbst- und Winterstimmung aufkommen zu lassen, ging es mit dem Knabenchor auf eine stimmungshebende Wien Reise mit Mozarts Wiener Kanon und an die Schöne Blaue Donau.

Ein exklusives Arrangement versprach Kemmler dem Publikum beim Ausflug in die Welt der Popmusik. Und er hatte nicht zu viel versprochen: „Tears in Heaven“ das Eric Clapton seinem tödlich verunglückten Sohn gewidmet hatte, konnte kaum passender interpretiert werden als von 27 engelsgleichen Knabenstimmen.

Und auch mit ihrer Zugabe „You raise me up“ erreichten die Sänger noch einmal die Herzen der Gäste. Dann war, für die meisten im Saal, schon viel zu früh, das Ende des Konzerts auch schon da, auch weil die Sänger sofort aufbrechen mussten, weil „auch in Bayern am nächsten Tag wieder Schule ist,“ wie Kammler kommentierte.

Rasch waren die Stühle zur Seite geräumt und die Miteigentümer konnten bei Häppchen und Getränken sich unterhalten, aber auch z.B. über die VR-Banking App beraten lassen.

 

(Text: Uli Gresser, Bildschirmzeitung)