Vertreterversammlung vom 15. Juni 2015

Gute Zahlen, einstimmige Beschlüsse und immer die Mitglieder im Blick

2014 war ein guter Jahrgang für die Leutkircher Bank eG, Bad Waldseer Bank und Bad Wurzacher Bank. Über 170 anwesende Vertreterinnen und Vertreter konnten sich Anfang der Woche im Kurhaus Bad Wurzach über ein überdurchschnittlich gutes Wachstum ihrer Genossenschaftsbank freuen. Ausführlich, präzise und stolz berichteten Aufsichtsratsvorsitzender Veit Wagenseil und Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber über eine harmonische und konstruktive Arbeit des Aufsichtsrates und eine sehr positive Bilanz. Im Vergleich zum Genossenschaftsverbund sei die Leutkircher Bank eG 2014 überdurchschnittlich gewachsen. Um 114 Millionen Euro (5,3 %) stieg das gesamte betreute Kundenvolumen (Kredite plus Einlagen), 3,3 % Steigerung war das Verbandsergebnis. Besonders stolz ist die Vorstandsvorsitzende darauf, dass die Anzahl der Mitglieder nunmehr auf 27.033 gestiegen ist. „Das zeigt, dass wir als zuverlässiger Partner wahrgenommen werden, den man gerne weiterempfiehlt.“ Zuverlässig in die Region bezahle die Bank auch 1,5 Millionen Euro Gewerbesteuer und unterstütze mit 182.000 Euro Spendengeldern. Die Versammlung freute sich über das anstandslose Prüfungsergebnis des Verbandes und belohnte Vorstand und Aufsichtsrat für die sehr gute Arbeit in 2014 mit einstimmigen Beschlüssen zu Jahresabschluss, Gewinnverwendung und Entlastung. Die Mitglieder dürfen sich über 2 % Grunddividende und 440.000 Euro ausgeschüttetem VR-MitgliederBonus freuen.

Stürmische Zeiten in der Bankenlandschaft

Neben vielen positiven Nachrichten zur Bank, berichtet Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber vom Sturm der durch Europas Bankenwelt fegt. Ein historisch niedriges Zinsniveau, die reduzierte Zinsspanne und unendlich viele Regularien stellen alle Banken vor große Herausforderungen. „27 Beauftragte musste die Leutkircher Bank eG zwischenzeitlich bestellen, um allen Anforderungen und Gesetzen gerecht zu werden“, informiert Rosemarie Miller-Weber. „Die Zukunft stellt große Herausforderungen an uns, wir nehmen sie an und gestalten die Zukunft!“, berichtet sie weiter. Es gelte sich den Veränderungen anzupassen – das Online-Banking gewinne immer mehr an Bedeutung. Die Kunden erledigen Bankgeschäfte zeit- und ortsunabhängig im Internet. Auch die ältere Generation sei sehr internetaffin und komme immer seltener in die Geschäftsstellen.

Die Nachfrage eines Vertreters, ob die Einführung der neuen Zahlungsverkehrsmodelle notwendig gewesen sei, beantwortet Rosemarie Miller-Weber mit einem klaren „JA“ und zitierte hierzu die BAFIN-Chefin Elke König aus einem Artikel der Welt vom 13.01.15: „Sie legte den Banken nahe, stärker auf die Kosten zu achten und für ihre Dienstleistungen angemessene Preise zu verlangen. „Über Girokonten, Depots oder Kreditkarten zum Nulltarif mögen sich die Kunden freuen, wirtschaftlicher Logik entsprechen sie nicht“, sagte die BAFIN-Chefin“ „Wir suchen kein neues Geschäftsmodell“, erklärt Rosemarie Miller-Weber, „wir entwickeln unser Geschäftsmodell für unsere Mitglieder im Rahmen des wirtschaftlichen Umfelds weiter und wir bekennen uns voll zu den genossenschaft-lichen Wurzeln von Menschen für Menschen.“

Fünfmal einstimmige Wiederwahl ins Gremium

Für die Ratsmitglieder Brigitte Thiedmann, Günter Eisele, Norbert Näher, Joachim Krimmer und Oliver Stotz endete mit der Vertreterversammlung die turnusmäßige Amtszeit. Alle 5 stellten sich für eine Wiederwahl zur Verfügung und die Versammlung bestätigte die Aufsichtsrätin und -räte einstimmig für eine weitere Amtsperiode.